1025 – Bilder einer Ausstellung-komplett

Bilder einer Ausstellung: Das Werk ist ein Musterbeispiel für Programmmusik. Uraufgeführt im Jahre 1874 anlässlich einer Gedenkveranstaltung für den im Jahr zuvor verstorbenen Freund Viktor Hartmann. Das Werk ist für Klavier komponiert, allerdings gibt es eine Vielzahl an Bearbeitungen für die verschiedensten Besetzungen. Diese Bearbeitung sieht als Basis die Klavierstimme, bei einigen Nummern wurde die Dynamik zur Verstärkung der zu erzählenden Szene verändert.

 

  • Promenade: Mussorgski sieht sich selbst als Besucher einer Ausstellung, wie er die verschiedenen Bilder betrachtet. Sie erscheint zwischen den verschiedenen Bildern in unterschiedlichen Klangfarben, wobei sich der Charakter an die Stimmung der Bilder orientiert.
  • Gnomus: stellt einen Zwerg dar, der linkisch auf missgestalteten Beinen herumhüpft.
  • Il vecchio castello (Das alte Schloss): Ein singender Troubadour steht vor dem Schloss und singt eine wehmütige Romanze.
  • Tuileries: spielende und tobende Kinder in einem Park von Paris, die von den Gouvernanten eindringlich aber vergeblich ermahnt werden.
  • Bydlo: Ein schwer beladener Ochsenkarren zieht durchs Bild und verschwindet am Horizont.
  • Ballett der schlüpfenden Kücken: grandiose Gestaltung der Musik, Augen zu und Kopfkino einschalten!
  • Samuel Goldenberg und Schmuyle: zwei Juden, der eine reich und behäbig. Goldenberg „spricht“ dröhnend und protzt, Schmuyle jammert und winselt dahin, die beiden Themen werden am Ende schließlich zusammengeführt.
  • Limoges: So geht es auf dem Markt zu, passt aber zum heutigen Großstadtleben. Mussorgski, der Visionär?
  • Catacombae: Hier wird die Stimmung eingefangen, die Hartmann beim Spaziergang durch die Pariser Katakomben empfunden hat.
  • Cum mortuis in lingua mortua: „Mit den Toten in einer toten Sprache“ – beim Spaziergang zwischen Totenköpfen unterhalb von Paris scheint der Komponist diesen surrealen Spaziergang zu unternehmen. Die Promenade hat scheinbar die Ausstellung verlassen.
  • Das Haus auf Hühnerfüßen: Baba Yaga ist in der russischen Sage eine böse Hexe, sie wohnt im dunklen Wald und lockt Fremde in ihre Hütte und frisst sie dann auf.
  • Das große Tor von Kiew: Es bezieht sich auf den Bildentwurf von Hartmann, der dabei vom „Heldentor in der alten Hauptstadt“ spricht. Das Grundthema wird nach einem eingeschobenen Gebet mit Tonleitern, gleich dem Klang der Campanile ausgeschmückt, danach folgt ein weiteres Gebet und danach offensichtlich ein Kondukt, der durch das Tor schreitet. Hier tritt das Promenadenthema wieder auf. Die komplette Szene mündet in ein gigantisches Grandioso, kreiert aus dem Grundthema.

Informationen zum Komponisten Modest Petrowitsch Mussorgski:
*21.03.1839 in Karewo – † 28.03.1881 in Sankt Petersburg

Er ist Mitbegründer des „Mächtigen Häufleins“ oder auch „Die Gruppe der Fünf“. Dabei ging es darum einen neuen Typus von Musik zu schaffen, der sowohl von Volks- als auch von Kunstmusik geprägt werden sollte. Aus seinem Schaffen stammen 5 Opern (u.a. Boris Gudunow), die sinfonische Dichtung „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“, Lieder und mehrere Werke für Klavier.


Unterhalb findest Du unseren PDF Guide und die Besetzungsliste zu diesem Werk, wo Du mehr Informationen findest, sowie die Musterseite(n). Im Download ist neben den Noten kostenlos eine vollständige Audio-Datei der Ausgabe enthalten. Unsere Tips, der Schwierigkeitsgrad und andere Hinweise können Dir beim Spielen und Proben wesentlich weiterhelfen. Alle Unterlagen sind gratis zum Download verfügbar.

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